Für Ärzte

Geräte und Technik

Wir betreiben das derzeit modernste PET-CT-Gerät, das mit innovativer Technik ausgestattet ist:

  • Der hochempfindliche Detektor erlaubt eine deutliche Reduktion des erforderlichen Tracers und dadurch eine reduzierte Strahlenbelastung. Weiters ermöglicht die hohe Empfindlichkeit des Detektors eine Verkürzung der Untersuchungsdauer.
  • Das neue Berechnungsverfahren sichert eine noch exaktere Messung der Tumoraktivität.

Indikationsliste PET-CT

In der Bekämpfung von Krankheiten spielen die ständig verbesserten Therapieverfahren, aber auch exaktere Diagnoseverfahren eine entscheidende Rolle. Nur eine genaue Kenntnis der Erkrankung, der Lage und Ausdehnung des Tumors und vor allen Dingen des Stadiums ermöglicht es dem behandelnden Arzt, aus den zur Verfügung stehenden Therapiemöglichkeiten die optimale(n) auszuwählen. Bei dieser „Charakterisierung“ der Tumorerkrankung bietet PET-CT eine ganz entscheidende Hilfestellung. In vielen Fällen ermöglicht PET-CT erheblich früher als andere bildgebende Verfahren den Medizinern eine genaue Beurteilung der Krebserkrankung: PET-CT kann oftmals den entscheidenden Hinweis geben, ob Gewebeknoten gut- oder bösartig sind, wie die genaue Ausbreitung einer Tumorerkrankung ist, ob eine Behandlung wirksam ist, ob sich im späteren Verlauf neue Tumorherde bilden. Damit kann sie helfen, die effektive Therapie zu finden oder auch gezielt unnötige, den Patienten belastende Maßnahmen zu vermeiden.

Als Grundlage für die Entscheidung, wann eine PET-CT medizinisch indiziert ist, dient die evidenzbasierte Indikationsliste für den Einsatz von PET-CT des ‚Royal College of Physicians‘. (Evidence-based indications for the use of PET-CT in the UK 2016)

Die diagnostischen Haupteinsatzgebiete der PET-CT-Untersuchung sind:

18F-FDG (2-Fluor-2-desoxy-D-glucose)

Als Hauptdiagnosticum findet 18F-FDG im Rahmen der Diagnose, Stadieneinteilung und Therapiekontrolle aus onkologischer Sicht bei folgenden Tumorentitäten Verwendung:

  • Bronchuskarzinom
  • CUP
  • GIST
  • Gynäkologische Tumore (Ovarialkarzinom, Endometriumkarzionom, Cervixkarzinom, Vulvakarzinom) 
  • Harnblasenkarzinom 
  • Keimzelltumor 
  • Kolorektalkarzinom 
  • Kopf-Hals-Tumore 
  • Magenkarzinom 
  • Maligne Lymphome 
  • Malignes Melanom 
  • Mammakarzinom 
  • Ösophagiskarzinom 
  • wd GEP-NET
Des Weiteren findet FDG im Rahmen einer Entzündungsdiagnostik bei speziellen Fragestellungen seine Anwendung (z.B.: FUO, Fokussuche oder bei Vaskulitiden). 

Aus kardiologischer Sicht kann die Herzbildgebung mittels FDG bei Vitalitätsfragestellungen zum Nachweis einer Endokarditisgenutzt werden.

 
18F-PSMA (prostate-specific membrane antigen)
PET-CT mit PSMA-Liganden ist  das derzeit leistungsfähigste bildgebende Verfahren zur Erfassung von Läsionen eines Prostatakarzinoms. Insbesondere ist die PSMA PET-CT allen anderen bildgebenden Methoden in der Lokalisationsdiagnostik eines biochemischen Rezidivs überlegen.


 
PSMA kann mit mehreren Nukliden markiert werden.  Der bisherige Standard war das Labeling mit Ga-68. Die kurze Halbwertszeit von Ga-68 (68 min.) hat jedoch den Nachteil, dass eine Distribution von einem Hersteller zum PET-CT Scanner  nicht sinnvoll möglich ist. Der Tracer muss daher vor Ort im „heissen“ Labor synthetisiert werden. Bereits 2016 haben wir beschlossen, diesen Aufwand nicht zu scheuen und konnten so bisher 875 PET-CT Untersuchungen mit Ga68 PSMA durchführen.
 


Nun ist aber auch ein mit F-18 markiertes PSMA verfügbar. Wir haben entschieden, ab Mitte Mai 2021 auf F-PSMA 1007 umzusteigen. F-PSMA 1007 liefert im Vergleich zu Ga68-PSMA sehr ähnliche Ergebnisse, hat aber den Vorteil, dass die Gabe eines Diuretikums nicht mehr erforderlich ist, da der Tracer nur minimal über die Nieren ausgeschieden wird.  Zudem können wir  aufgrund der veränderten Logistik PSMA PET-CT Untersuchungen künftig deutlich günstiger als bisher anbieten.


 
Weiters erlauben wir uns neuerlich auf unser Konzept des Mulitmodalitiy Molecular Imaging zu verweisen.  Dieses, in einem früheren Newsletter eingehend vorgestellten Konzept sieht vor,  eine PET-CT  und eine spezielle MRT Untersuchung zu bündeln, d.h.  zeitnahe (nach Möglichkeit am selben Tag) durchzuführen und in Synopsis zu befunden. Wir sehen hier den Vorteil, dass zwei Untersuchungen eine schlüssige, konkrete Aussage ergeben und scheinbare  partielle Widersprüche zwischen Untersuchungen vermieden bzw. interpretiert und dadurch aufgelöst  werden.  Bei Patienten mit Prostatakarzinom bietet sich hier die Kombination einer PSMA-PET-CT mit einer multiparametrischen MRT der Prostata an. Ebenso kann die Synergie von MRT und PET-CT bei der Abklärung von Skelettherden von großem Vorteil sein. Diese ergänzenden  MRT-Untersuchungen führen wir für den Patienten KOSTENFREI durch.

Wie auch in allen anderen Bereichen unserer Tätigkeit versuchen wir  neuen Entwicklungen Rechnung  zu tragen und die Qualität der von uns angebotenen Untersuchungen stetig zu verbessern. Wir freuen uns  auch mit der nunmehr beschlossenen Umstellung von Ga68-PSMA auf F-PSMA einen diesbezüglichen weiteren Schritt gesetzt zu haben.

 
68Ga-DOTATATE (tetraxetan tyrosine3-octreotate) 
68Ga-DOTATATE liefert bei Gastroenteropankreatischen Neuroendokrinen Tumoren (NET) hervorragende Ergebnisse und nimmt bei der Bildgebung dieser seltenen Tumore eine zentrale Stellung ein (Bei geringer Differenzierung in Kombination mit FDG).
 
Weitere Einsatzgebiete
  • Kopf/Hals Paragangliom 
  • Retroperitoneales extra adrenales nicht metastasierendes Paragangliom
  • Metastasierendes Phäochromozytom/Paragangliom

 

18F-DOPA (fluoro-l-3,4-dihydroxy-phenylalanine)
18F-DOPA findet bei uns primär in der Abklärung eines medullären Schilddrüsenkarzinoms (MTC) Verwendung.
 
Weitere Einsatzgebiete
  • sporadisches nicht metastasierendes Phäochromozytom
  • Paragangliom

 

18F-Cholin (Fluorocholine)
PETSCAN bietet bei der Indikation Nebenschilddrüsenadenom PET-CT-Untersuchungen mit dem langjährig etablierten Spezial-Tracer an.
 

18F-FLUORID (Natriumfluorid)
Bei 18F-FDG negativen Knochentumoren bzw. Knochenmetastasen steht uns dieser Tracer zur Verfügung.
 

18F-FET (Fluorethylthyrosin)
18F-FET liefert bei Gehirntumoren (Gliome) hervorragende Ergebnisse und nimmt bei der Bildgebung dieser seltenen Tumore eine zentrale Stellung ein. Bereits vor einem operativen Eingriff können Rückschlüsse auf das Grading gezogen werden und die Ausdehnung des Tumors dargestellt werden. Zudem kann so eine Gewebeentnahme besser geplant und zielgerichteter ausgeführt werden. Weiterhin hat sich diese Untersuchung als hilfreich erwiesen, wenn nach einer Operation in der MRT nicht sicher zwischen Rezidiv und posttherapeutischer Veränderungen unterschieden werden kann.
 

18F-Vizamyl (Flutemetamol)
Als Amyloidmarker in der Demenz-Diagnostik findet Vizamyl bei der Alzheimer-Krankheit und bei der Lewy-Körber bzw. Parkinson-Demenz Anwendung.

 

Spezialuntersuchungen PET-CT

Multimodality Molecular Imaging (MMI)

Bei bestimmten Fragestellungen ist zusätzlich zur PET-CT Untersuchung eine ergänzende MRT oft sinnvoll. Diese Untersuchungskombination ist oftmals nur schwer zeitnahe zu organisieren.

Das PETSCAN bietet daher die zur PET-CT ergänzende MRT-Untersuchung - ohne finanziellen oder organisatorischen Mehraufwand – zu einem Termin an unserem Standort an.

Wir ermöglichen Ihnen bzw. Ihrem zuweisenden Arzt somit zeitnah in kompakter Form alle relevanten Bildgebenden Verfahren an einem Untersuchungstag durchzuführen.

Um für Sie die medizinisch bestmögliche Kombination festlegen zu können, ersuchen wir um vorherige Abstimmung Ihres behandelnden Arztes mit unserem ärztlichen Leiter, Dr. Martin Heinisch, unter +43 1 225 200 222 oder m.heinisch@petscan.at.

 

 

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